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3D Druck

Jeder kann es haben. Die neue Generation von 3D-Druckern

June 3rd, 2014

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Aller Anfang ist schwer. So war es auch für die 3D-Drucker Revolution. Am Anfang  dienten 3D-Drucker zunächst vor allem der Herstellung von Prototypen und Modellen, dann der Herstellung von Werkstücken, von denen nur geringe Stückzahlen benötigt wurden.

Heute entwickelt sich die Branche mit rasanten Tempo Richtung Massenphänomen, ähnlich der iPhone Revolution. Das 3D-Drucken hat nämlich den brisanten Vorteil, dass das aufwändige Herstellen von Formen und das Formenwechseln entfallen. Gegenüber allen Material verschwendenden Verfahren wie Schneiden, Drehen, Bohren hat das 3D-Drucken den Vorteil, dass der Materialverlust entfällt. Auch ist der Vorgang energetisch günstiger, weil das Material nur einmal aufgebaut wird und zwar genau in der benötigten Größe und Masse und dann abgeschlossen ist.

3D-Druckmaschinen arbeiten meistens nur mit einem Werkstoff bzw. einer Werkstoffmischung und einem Druckverfahren, was die Anwendung heute noch, für bestimmte Anwendungen, einschränkt. Versuchsweise wurden aber auch schon kombinierte Druckverfahren erprobt. Das Drucken von Kunststoffen in unterschiedlichen Härtegraden und Farben ist inzwischen auch simultan möglich, was Prozesse, die bisher mehrere Fertigungsschritte benötigten, in einem Arbeitsgang durchführbar macht. Dafür wurden schlichtweg einfach nur die Temperaturen des Lasers, welcher das Kunststoff aufträgt, verändert und zusätzlich das Kunststoff mehr hitzeempfindlich gemacht. So kann beispielsweise ein Objekt stellenweise mit gummiähnlichen Flächen stoß resistent gemacht werden.

Parallel zur Weiterentwicklung hat in der Wissenschaft eine Diskussion begonnen, welche die zunehmenden Verbreitung von 3D-Druckverfahren und die damit verbunden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen versucht zu überblicken. Viele Wissenschaftler erwarten einschneidende Veränderungen im wirtschaftlichen Gefüge. Zum einen seien diese beispielsweise durch die Verlagerung von Produktionsprozessen zu den Konsumenten zu erwarten. Desweiteren würden Innovationsprozesse aber auch deutlich beschleunigt. Einige Amerikanische Forscher sehen die Technologie sogar als elementare Grundlage für eine dritte industrielle Revolution. Kritiker dieser Annahme, halten dem entgegen, dass die Prozess- und Materialkosten bei der individuellen Fertigung wesentlich höher seien, als bei der Massenfertigung. Aus diesem Grund hält er die Ausrufung einer weiteren industriellen Revolution für übertrieben.

Aber ist nicht aller Anfang schwer? Wenn die 3D-Drucker Entwicklung weiter in diesem Tempo vorangeht und der Bedarf nach innovativen Möglichkeiten Gegenstände herzustellen wächst, wird zwangsläufig die Technologe in wenigen Jahren an einen Punkt angelangt sein, wo ein Drucker nicht wie heute 1000 Euro kostet, sondern nur 80-150 Euro kosten wird. Und dem damit verbundenen Absatz würde die Technologie weiter in Schritt Massenware weiter helfen. Die Zukunft wird zeigen, ob im Jahr 2020 vielleicht schon, jeder von uns einen 3D-Drucker zuhause stehen haben wird, und selbst zum Erfinder wird.